Sonntag, 12.03.2010
Das Projekt “Krimi 2.0″ ist seit dem 01.02.2010 online, also genau 40 Tage. Zeit für einen Rückblick und Zeit für einen Blick nach vorne. Was haben wir erreicht, was wollen wir noch erreichen, was ist noch zu tun?
Mit Start des Projekts “Krimi 2.0″ war allen Beteiligten der ersten Stunde klar, dass es viel Erklärungsbedarf geben wird. Schliesslich hat noch niemand ein Projekt dieser Art initiiert und infolgedessen auch keine Erfahrungen auf dem Gebiet.
Was ist “Krimi 2.0″ ???
“Krimi 2.0″ ist ein durch die Netz-Community entwickeltes und durch Sponsoren ermöglichtes Projekt. Es hat zum Ziel, einen 90-Minütigen Kino-Film zu produzieren und diesen im Kino und Netz zu präsentieren. Der Erlös des Films geht zu 100% an eine wohltätige Organisation, die durch Vorschlag und Abstimmung innerhalb der Netz-Community gewählt wird.
Filme und die Finanzierung und Werbung darin
Filme und die Finanzierung von Filmen werden heute immer mehr erschwert. Man (Auftraggeber/Sender) will alles und ist aber nicht bereit, selbst alles dafür zu geben. Kosten müssen so gering wie möglich gehalten werden, um den Gewinn am Ende für einige Wenige zu maximieren. Gleichzeitig soll der Film interessant genug sein, damit Firmen in seinem Umfeld Werbung platzieren. Fernsehen aber z.B. wird heute dank technischer Hilfsmittel anders angesehen. Werbepausen können übersprungen werden. Man startet dank dieser technischen Mittelerst eben erst um 20.45 Uhr einen Film und macht seine Pausen, wann man es selbst will. Also muss die Werbung dahin, wo sie vom Zuschauer gesehen wird und wo er auch bereit ist, sie zu akzeptieren, wenn es ihm ehrlich und transparent präsentiert wird. In den Film. Schleichwerbung war der falsche Ansatz, weil der Zuschauer “en passant” und möglichst unauffällig, aber ohne darauf hinzuweisen, mit Werbung beschossen wurde.
Das Projekt “Krimi 2.0″ akzeptiert Werbung als essentielles Mittel zur Produktion eines Films. Die Sponsoren können Produkte oder Infrastrukturen zur Verfügung stellen und wir werden zum Dank alles daran setzen, die Firmen in einem positiven Umfeld zu präsentieren. Um die Sponsoren im Fall “Krimi 2.0″ ins Boot zu holen, müssen Anreize geschaffen werden, deren Produkte und Infrastrukturen positiv darzustellen.
Hier hat die Community bisher die idealen Voraussetzungen geschaffen. Mit der Entscheidung, eine Krimi-Komödie zu produzieren, ist die Chance, Sponsoren zu finden, höher als z.B. bei einem Gefängnisfilm. Oder mit der Entscheidung zum Helden unseres Films, einem 40-50 jähriger Mann, der keine kriminalistische Ausbildung besitzt, ist ebenfalls die Möglichkeit geschaffen, eine sympathische Figur mit den Produkten in Verbindung zu bringen. Diese Entscheidungen wurden bisher gefällt und das ist auch gut so.
Was hat die Community davon?
Für die Netz-Community besteht zum ersten Mal die Möglichkeit, einen Film von Anfang an mit zu gestalten. Bis hin zur Entscheidung über die zu besetzenden Rollen wird der Zuschauer durch die Einbindung von Anfang an eine andere Beziehung zu dem Film aufbauen. Eine positive, denn es ist auch “sein Film”, den er mit erarbeitet hat. Dazu die Gewissheit, nicht einem einzelnen Unternehmen “die Tashcen voll zu machen”, denn der Erlös des Films geht an einen guten Zweck.
Und schliesslich, nach einem Jahr, in dem hoffentlich viel Geld für die wohltätige Organisation zusammen kommt, geht der Film in CC und jeder darf seinen eigenen Director´s Cut produzieren, andere Musik oder andere Dialekte und Sprachen nutzen, einen oder mehrere Kurzfilme daraus machen. Der Film und die Inhalte werden ewig leben und immer wieder anders sein.
Ein ebenso wichtiges Element, um die Zuschauer von Anfang an für das Projekt zu begeistern, soll die Transparenz sein. Jedes Unternehmen, das sich bereiterklärt, das Projekt zu unterstützen, wird vorgestellt. Wir vom Projekt halten keine Informationen zurück. Wir sprechen zwar manchmal nicht sofort darüber, mit wem wir Anfangsgespräche führen, aber wenn sich ein Unternehmen entschliesst, uns zu unterstützen, wird das offen kommuniziert. Der Zuschauer soll wissen, was er bekommt. Die Inhalte werden ihm ausführlich vorgestellt und erklärt.
Während der Produktion des Films hat jeder die Chance, im Rahmen der Möglichkeiten, die Dreharbeiten vor Ort dabei zu sein. Zusammen mit den Sponsoren werden wir versuchen, die Drehtage zu Events zu machen und trotzdem professionell zu arbeiten. Wir sind überzeugt, das funktioniert und es ist ehrlicher und transparenter als so mach andere Produktion. Für den Zuschauer wird erstmals klar, wie ein Film wirklich produziert wird, welche Schwierigkeiten auftreten können und wie das, was sie später sehen, eigentlich gemacht wird.
Bisherige Erfolgsmeldungen
Mit der Entscheidung von Markt Schliersee, dem Projekt seine komplette Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, ist ein grosser Schritt gelungen. Eine wunderschöne Kulisse in den bayerischen Voralpen, ein Bürgermeister und ein Gemeinderat, die verstanden haben, was das Projekt für den Tourismus bringen kann. Ebenso die bisherigen Sponsoren, die sich bereit erklärt haben, das Projekt zu unterstützen. Auch sie sehen den Vorteil für sich, Werbung in einem positiven Umfeld zu platzieren.
Diese schnellen Zusagen gaben anderen Unternehme den Anstoss, mit uns in Verbindung zu treten, um abzuklären, was sie beitragen können.
Die Autoren und das Finden der Geschichte
Unsere sechs Autoren waren am Anfang wie viele andere auch nichtwissend. Die ersten Votings und Vorschläge haben ihnen einen guten Input und eine Linie gegeben, was gewünscht wird. Sie treffen sich morgen nachmittag zum ersten Mal alle gemeinsam mit dem Regisseur und stellen verschiedene Optionen vor. Wir werden das mit Film und Foto dokumentieren und zum Abruf bereitstellen.
Was muss noch getan werden?
Aktuell wird eine Info-Veranstaltung mit dem Gewerbe-Verband in Schliersee vorbereitet, um mögliche Drehorte und weitere Unterstützer zu fixieren. Der Regisseur ist in Gesprächen mit mehreren potentiellen Kameramännern. Wir hoffen, recht zügig den endgültigen vorstellen zu können. Ebenso führen wir sehr positive Gespräche über die PostProduktion des Films. Auch hier zeichnet sich eine baldige positive Entscheidung ab. Heute sitzen wir bei einem Kamera-Produzenten. Uns (hauptsächlich dem Regisseur) schwebt eine bestimmte Kamera vor, um den Film professionell umzusetzen. Wir hoffe, auch hier bald mehr berichten zu können.
Ansonsten arbeitet noch ein Webseiten-Coder im Hintergrund, um das Voting für die sich bewerbenden Schauspieler in eine ansprechende und einfache Form zu bringen. Laut Agentur sind auch diese Bemühungen auf einem guten Weg und werden rechtzeitig fertig.
Das Magazin, die Begleitsendung, werden wir aufgrund technischer Probleme erst am 4.4.das erste Mal senden können. Auch hier sind wir auf die Mithilfe und Vorschläge aus der Community angewiesen. Dazu wird unser Moderator Alex Onken noch einiges sagen können.
Sonst noch was?
Ja, da gäbe es noch etwas zu sagen. Wir sind sehr angenehm überrascht, wieviel Unterstützung das Projekt erfährt trotz des “aktiven Desinteresses” der alten Medien. Wir haben Mail-Anfragen von alten Medien bekommen, die wir mit der selben Arroganz beantwortet haben, wie sie gestellt wurden.
Wir haben von Anfang an gesagt:
“Krimi 2.0″ ist ein Projekt aus dem Netz und für das Netz!
Wir freuen uns über jeden Blogeintrag und jede Verbreitung auf Twitter, Facebook und Co. Und wir freuen uns sehr über unseren klassischen Medienpartner Radio 95,5 Charivari, die nach nur 4 Tagen schon sagten: Wir sind dabei! Ebenso freuen wir uns über die Rheinzeitung, die Druck für uns machen wird! Wir freuen uns über alle, die an diesem Projekt teilnehmen und laden jeden ein, der das Prinzip des Social Web verstanden hat, mitzuarbeiten.
Bild: ©Karin Jähne / PIXELIO www.pixelio.de
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Ich bin stolz auf meinen Papa!
Klingt äußerst interessant.
Viel Erfolg weiterhin – einen Blogeintrag werde ich wohl auch auf http://www.bikershrek.com dazu schreiben – und das Ganze natürlich im Auge behalten.
Beste Grüße
bikershrek
Wir freuen uns über jede Verbreitung!
bin schon sehr gespannt… wie es weitergeht !!!!
Pingback: Christian Specht
http://bseplus.blogspot.com/2010/03/krimi-20-der-stand-der-dinge.html – unter diesem Link habe ich meinen letzten informativen Artikel zum Projekt “Krimi 2.0″ veröffentlicht. Und ich werde es auch weiterhin tun, denn das Projekt macht mir schon jetzt sehr viel Spaß.
Ich bin sehr gespannt, wie und wohin sich das Ganze noch entwickelt!
Und schon gibt es einen neuen Artikel – das ist aber auch was dynamisch hier!
http://bseplus.blogspot.com/2010/03/krimi-20-elefantenrunde.html
Pingback: Krimi 2.o – der gewählte Krimi
Ich bin dabei! Also (erst mal) beim Werbetrommel rühren, voten usw.