Elefantenrunde

Montag, der 22.03.2010 um 14.45 Uhr in München. Der Frühling lässt die Gastronomen die Tische vor ihre Läden stellen. Von innen klappert der Wirt des “Lupo di Cucina” in München-Neuhausen hinter der offenen Küchentheke mit den Töpfen und Pfannen. Draussen trifft die “Schnittstelle” des Projekts, Michael Jäger, auf Mathias Vietmeier, den Fotografen und Grafik-Designer aus München.

Mathias ist mit seinem Minimal-Aussenjob-Equipment angetreten. Was bedeutet, dass er einen grossen Rollkoffer zum schweren Rucksack kombiniert. Dabei ist die Video-Kamera, mit der dieses Treffen begleitet werden soll, doch so hübsch klein. Das Foto-Equipment nimmt den Platz. Mathias gehört zu denen, die auf alles vorbereitet sein wollen und so hat er das ganze Set dabei. Er hat sich vorgenommen, die Team-Rolle auf unserem Blog mit Bildern der Autoren aufzufüllen. Und ein guter Fotograf nimmt nun mal lieber ein Teil mehr mit als nötig und schiesst ein Foto mehr als nötig.

(von links:  Sascha Bigler, Axel Götz, Jan Hinter, Michael Jäger, Thomas Wesskamp, Dirk Salomon)

Pünktlich um 15.00 Uhr treffen die restlichen Herren der “Elefantenrunde” ein. Extra aus Wien reist Sascha Bigler an und er hat seinen Partner Axel Götz im Schlepptau. Auch der ist kein Münchner, sondern vom Chiemsee in die grosse Stadt gekommen. Jan Hinter, der Head-Autor im Zusammenspiel der Grossen Sechs, lässt seinen Schreibpartner Stefan Cantz entschuldigen. Der sitzt ungeplant beim Augenarzt und die Gesundheit geht nunmal vor. Die anderen beiden Autoren des Projekts “Krimi 2.0″, Thomas Wesskamp und sein ständiger Schreib-Partner Dirk Salomon sind ebenfalls pünktlich.

(Dirk Salomon)

Die meisten der Beteiligten kennen sich untereinander, einige haben in anderen Konstellationen schon zusammengearbeitet. Doch ein Treffen wie dieses haben die Teilnehmer noch nicht oft erlebt. Man klopft sich gegenseitig ab, kann man wirklich miteinander? Ein persönliches Treffen ist in einem solchen Projekt wichtig, da nutzt die gesamte Kommunikationstechnik, die man zur Verfügung hat, nichts. Man muss sich riechen können. Vertrauen ist wichtig, und das baut man nur persönlich auf, das geht nicht über Datenleitungen.

(Jan Hinter)

Schnell wird klar, man kann sich riechen und begegnet sich auf gleicher Höhe. Bei Schauspielern, sagt Michael, mag es manchmal Probleme der gegenseitigen Akzeptanz geben. Autoren sagen über den anderen jeweils scherzhaft: “Neid verspüren wir nie gegenüber anderen Kollegen. Hass schon eher!” Michael grinst. Nachdem diese und andere flapsige Bemerkungen hin und hergeflogen sind, wird klar: Hier hat sich eine Truppe gefunden, die bereit und verrückt genug ist, ein solches Projekt wie “Krimi 2.0″ gemeinsam zu bestreiten.

(Axel Götz)

Michael Jäger stellt die Entscheidungen vor, die in den letzten 7 Wochen des ersten von Zuschauern mitgestalteten Kriminalfilms bisher gefallen sind. Ausserdem erläutert er intensiv die Social Web-Komponente des Projekts. Immer wieder stellen die Herren Autoren Nachfragen. Auch für sie ist es das erste Mal, dass sie ein solches Projekt in Angriff nehmen. Den Freiraum, den sie bei diesem Projekt haben werden, geniessen die Herren sichtlich. Die Tatsache, dass die Markt Schliersee ihre gesamte Infrastruktur zur Verfügung stellt, wird als sehr positiv bewertet. Technische Dinge wie Fahrzeuge, Stunts, Special Effects etc. werden besprochen. Je mehr die Autoren zur Verfügung haben, desto mehr Stoff können sie schliesslich anbieten.

(Sascha Bigler)

Eine sehr konzentrierte und professionelle Arbeits-Atmosphäre wird immer immer wieder von schallendem Lachen unterbrochen. Die verrücktesten Ideen fliegen hin und her. Auch Autoren sind gerne grosse Kinder, die bei diesem Projekt die Chance sehen, abseits vom klassischen deutschen Fernseh-Krimi ein neues Kapitel aufzuschlagen. Auch der geplante Stilbruch mit einem “Film Noir” Rückblick wird intensiv diskutiert und erste Umsetzungsmöglichkeiten werden skizziert.

(Thomas Wesskamp)

Um sinnvoll eine Geschichte schreiben zu können, einigt man sich auf insgesamt 10 Charaktere als Hauptfiguren. Es wird vereinbart, diese zehn Charektere bis Ende Mai gefunden zu haben, um die geplanten Bewerbungsfristen für die Schauspieler einhalten zu können. Erst dann sollen die Feinheiten des Buches herausgearbeitet werden. Leidenschaftliche Diskussionen begleiten diese Entscheidung, denn auch das ist anders als bei einem “klassischen” Krimi. Der extrem enge Zeitplan des Projekts “Krimi 2.0″ und der ständige Input von aussen zwingt auch zum Umdenken bei der Drehbuch-Erstellung.

So sind nach 3 Stunden sind die nächsten Fragen für die mitarbeitenden Zuschauer formuliert. Die Drehorte müssen in den nächsten Wochen fixiert werden, um weiter arbeiten zu können. Das wird die Aufgabe von Michael sein. Viel Arbeit für ihn und auch viel Arbeit für die Autoren, denn die sind alle in teils sehr grosse Auftragsprojekte eingebunden. Um so grossartiger, ihre knappen Ressourcen für das Projekt “Krimi 2.0″ zur Verfügung zu stellen.

Ein neuer Gesprächstermin ist gefunden, an dem die weitere Umsetzung besprochen werden kann. Viel Zeit bleibt nicht. Aber die Professionalität und die geballte Erfahrung der Herren Autoren geben Anlass zur berechtigten Hoffnung auf eine spannende und abwechslungsreiche Komödie mit Film-Noir-Elementen. Freut Euch drauf!

Herzlichen Dank an Mathias Vietmeier, der unermüdlich und aus allen Positionen scharf geschossen hat. Eine Auswahl seiner Bilder seht Ihr im Post, noch mehr wird es recht bald auf unserer Facebook-Seite und unserem YouTube-Kanal zu sehen geben.

Über admin

Projektleiter Michael Jäger begibt sich auf den spannenden Weg, gemeinsam mit vielen Mitstreitern ein ehrenamtliches Projekt zugunsten einer sozialen Einrichtung zu stemmen, das es in dieser Form weltweit noch nicht gegeben hat. Ein Kriminalfilm nach Zuschauerwünschen gestaltet. Mitmachen ist keine Floskel, sondern ausdrücklich erwünscht.
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9 Antworten auf Elefantenrunde

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  7. In manchen Einstellungen sieht man förmlich die Köpfe rauchen, in anderen die trotzdem lockere Atmosphäre. Das Wetter hat sicherlich ein Übriges zur guten Stimmung beigetragen: der Frühling ist sicherlich die ergiebigste Zeit für tolle Ideen.
    Ich bin auf die Ergebnisse der jeweiligen Überlegungen sehr gespannt!

  8. Stefan sagt:

    Ich seh keine Eefanten, sondern nur n Zausel und Drehbuch Autoren. ;)

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